Eine Einzellektion kostet CHF 90.-

Das musst Du diese Fahrlehrer oder Fahrlehrerinnen (zukünftig der Einfachheit halber Fahrlehrer geschrieben) grundsätzlich selber fragen. Ein Grund ist sicherlich der grosse Konkurrenzkampf. Heutzutage kennt praktisch jeder einen Fahrlehrer (Onkel meines Tennislehrers, Cousin meiner Mutter, Schwager meines Autohändlers usw.) und in Urdorf und Umgebung sind nun mal sehr viele Fahrlehrer beheimatet. Und da der Kuchen (Kundenmenge) in den letzten Jahren nicht grösser geworden ist, probieren viele Kollegen ihren Teil des Kuchens über eine günstige Preispolitik zu erlangen. Das ist nicht der Weg, den ich gehen werde. Qualität kostet nun mal Geld und ich bin der Meinung, dass ich Qualität abliefere. Und wenn man es mit anderen Berufszweigen vergleicht, ist eine Fahrlektion nach Verbandstarif (CHF 90.-) gar nicht so teuer. Ein Beispiel: Du rufst einen Sanitärinstallateur an weil Dein Klo verstopft ist. Wenn dieser bei Dir klingelt und Du ihm den Weg zum verstopften Klo weist, hast Du schon mehr Geld ausgegeben als für eine Fahrlektion. Mit dieser kleinen Geschichte möchte ich keinesfalls die Sanitärinstallateure in schlechtes Licht rücken, schliesslich müssen diese auch Miete zahlen. Genauso wie ich. Ein weiterer Grund ist wahrscheinlich, dass es sonst nirgendwo so um den direkten Preisvergleich geht wie in der Fahrschule. Wenn Du in die Ferien gehst, kann der höhere Preis von Hotel A mit der Nähe zum Strand o.ä. begründet werden. In der Fahrschule geht es nur um den Preis für eine Lektion. So sieht es zumindest zu Beginn aus. Und so gibt es nun mal Fahrlehrer, deren Lektionen kosten etwa die Hälfte von meinen. Wenn der Preis pro Lektion das Einzige ist, was den Kunden interessiert, dann bin ich der falsche Ansprechpartner. Solche "Rumfrager" können sich das Geld für einen Anruf bei mir sparen.
Nicht unbedingt, vielfach aber schon. Warum? Günstige Fahrlehrer müssen mehr arbeiten um ihre Miete zu bezahlen. Das könnte sich auf die Qualität der Fahrlektionen auswirken. Oder auf die Geduld des Fahrlehrers. Glaubst Du nicht? Denk mal über Folgendes nach: Würdest an Deinem Arbeitsplatz den gleichen Einsatz zeigen, wenn Du plötzlich nur noch 60% verdienen würdest? Und wie würde es mit Deiner Motivation gegenüber Deiner Arbeit aussehen? Und wenn ein mit dem Verbandstarif arbeitender Fahrlehrer genügend Arbeit hätte – aus welchem Grund sollte er dann günstiger fahren? Und wie viele Kolleginnen oder Kollegen kennst Du die ihre Prüfung bei einem billigen Fahrlehrer absolviert haben und diesen anschliessend weiterempfehlen?
Meine Werbung sind meine Kunden. Jegliche andere Werbung kostet Geld und dieses Geld muss ja auch wieder verdient werden. Daher probiere ich im Fahrunterricht gute Arbeit zu leisten und baue darauf, dass Du mich Deinem Führerscheinlosen Umfeld weiterempfiehlst.

Das behaupten zwar einige Fahrlehrer (auch auf ihrer Homepage), doch kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wie soll das gehen? Absolviert dieser Fahrlehrer mit jedem Schüler 50 Lektionen mehr als er benötigt? Und kann er dann zu 100% sicher sein, dass sein Schüler die Prüfung besteht? Und wer bezahlt diese 50 Lektionen? Oder sortiert dieser Fahrlehrer die Schüler, die eventuell durchfallen könnten von Anfang an aus? Und wie erkennt man Schüler, die eventuell durchfallen könnten? Für mich ein weiteres "Argument" um Kunden zu binden.
Kein bisschen! Ich selber hatte einen Fahrlehrer, der mir gesagt hat, dass ich mit so wenigen Lektionen nicht bestehen werde. Also habe ich noch ein paar Lektionen genommen. Nun bin ich seit über 13 Jahren (Stand 12.01.20100) Fahrlehrer und noch nie hat mich ein Experte vor einer Prüfung gefragt wie viele Lektionen einer meiner Schüler gebraucht hat. Warum auch? Denkst Du Du musst die praktische Prüfung nicht fahren und bekommst den Ausweis geschenkt, wenn Du über 100 Lektionen gebraucht hast? Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn Du die Anforderungen erfüllst, bestehst Du die Prüfung. Egal wie viele (oder wenige) Lektionen Du gebraucht hast!
Ich spiele mit offenen Karten. Wenn Du angemeldet werden möchtest, gehen wir zusammen ins Strassenverkehrsamt und die Dame am Schalter sagt uns dann welche Termine frei sind. Dies kann aber durchaus Mal zwischen 3-6 Wochen dauern. Wenn Du aber wirklich bereit bist, bekommst Du in 90% der Fälle einen früheren Termin. Dies darum, weil wir Fahrlehrer die Möglichkeit haben, einen "Express-Termin-Wunsch" bei der Führerprüfungsstelle zu platzieren. Kann aber durchaus sein, dass ich Montag einen Termin für Mittwoch in derselben Woche angeboten bekomme. Da können wir dann zusagen, müssen aber nicht.
Bei mir entscheidest Du wann Du an die Prüfung gehst. Ich werde aber immer offen und ehrlich zu Dir sein und wenn ich der Meinung bin, dass Deine Chancen die Prüfung zu bestehen eher gering sind, werde ich das so kommunizieren. Wenn Du bestehst – wunderbar, Gratuliere! Sollte es beim ersten Versuch jedoch nicht klappen, muss ich mich beim zweiten Versuch schon ein bisschen mehr einmischen. Schliesslich musst Du – solltest Du dreimal durchfallen – den Schuhfriedtest absolvieren. Und das ist kostet nicht nur viel Geld, es ist auch ziemlich peinlich.

Das ist komplett falsch. Wie Du vielleicht gemerkt - oder weiter oben gelesen hast, investiere ich praktisch kein Geld in Werbung. Somit bin ich darauf angewiesen, dass Du für mich Werbung machst. Und das funktioniert nun mal sehr schlecht wenn Du viele Lektionen gebraucht hast. Ich mache Dir ein Beispiel. Stell Dir Folgendes vor: Du fragst Deine Kollegin bei welchem Fahrlehrer sie war und ob sie diesen weiterempfehlen könne. Deine Freundin sagt, dass Sie beim Fahrlehrer XY war und schwärmt, dass sie nie zusammengesch... wurde und er immer sehr geduldig war und alles so oft erklärt hat bis sie es auch wirklich begriffen hat. "Super" sagst Du, "gib mir doch seine Nummer, den rufe ich gleich an!" Während Du wählst, fragst Du Deine Kollegin wie viele Fahrstunden sie denn gebraucht hat. "98" sagt sie. Wählst Du dann wirklich weiter?
Ab an die Prüfung! Wie schon geschrieben: Du bestimmst, wann Du das erste Mal an die Prüfung gehen willst.
Gerne darf uns jemand aus Deinem Umfeld Mal bei einer Fahrlektion begleiten und sich ein Bild über Deine Fähigkeiten und den Stand Deiner Ausbildung machen. Auch da spiele ich mit offenen Karten.
So, das war´s fürs Erste. Solltest Du weitere Fragen haben, melde Dich unter r.wintsch@bluewin.ch. Ich bedanke mich fürs Lesen und wünsche allen einen schönen Tag! Roger
Telefon: 079 406 37 03
Email: roger@wints.ch
Adresse: Uitikonerstrasse 4
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