Mit FAST sicher auf Schnee unterwegs!back to top of page

--> F – Früh Bremsen

Das ist gemeint: Viele der Unfälle auf Schnee passieren nicht weil die Fahrzeuglenker schlecht reagieren, sondern weil sie vergessen, dass der Bremsweg wegen der widrigen Bodenverhältnisse erheblich länger wird. Und so wird’s gemacht: Ich bremse vier Sekunden früher als bei guten Strassenverhältnissen leicht an, um festzustellen, ob die Räder greifen. Wenn ja, kann ich weiterrollen und wenn nicht, habe ich vier Sekunden mehr Zeit um mein Fahrzeug rechtzeitig zum Stillstand zu bringen.

A – Abstand vergrössern

Das ist gemeint: Auf Schnee und/oder Eis kann der Bremsweg schnell einmal das 10fache betragen. Daher muss der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zwingend vergrössert werden. Und so wird’s gemacht: Anstelle der bewährten Abstandskontrollformel von „21…22“ zählen wir „21…22…23…24“

S – Schneemaden meiden

Das ist gemeint: Unter den Schneemaden am Strassenrand kann sich Eis befinden. Aber auch ohne Eis sind diese Schneespuren extrem rutschig. Es ist daher ratsam diese nicht zu befahren. Und so wird’s gemacht: Je breiter die Schneemaden, desto weiter muss ich mich zur Fahrbahnmitte hin orientieren. Vorsicht: dadurch wird der befahrbare Teil der Strasse schmaler. Daher unbedingt den vierten Punkt berücksichtigen.

T – Tempo anpassen

Das ist gemeint: Die Bodenverhältnisse sind schlecht, die Geschwindigkeit muss angepasst werden. Die Bodenverhältnisse können vom Lenker nicht beeinflusst werden, die Geschwindigkeit hingegen schon. Und so wird’s gemacht: Simpel – einfach langsamer fahren. (Dass es leider nicht so simpel ist, zeigen die über einhundertzwanzig Verkehrsunfälle alleine an diesem Wochenende. Die Lenker müssen sich bewusst sein, dass die Versicherungen – neben dem Selbstbehalt – bei „nicht angepasster Geschwindigkeit“ Regress nehmen. Und dieser Regress wird bestimmt nicht von Frau Holle bezahlt. Und wenn wir an die 357 Verkehrstoten von 2008 denken, bin ich der Ansicht, dass das Bezahlen von Regressforderungen das kleinere Übel ist.)

Gute Fahrt wünscht Euch
Roger Wintsch